Ich bin Schareska.
Gebürtige Venezolanerin, seit über 30 Jahren in Deutschland. Immer katholisch, aber erst seit Anfang 2026 lebe ich meinen Glauben wirklich. Und heute bin ich auf dem Weg.
Hier erzähle ich dir, wie ich nach vielen Jahren der Suche zu meinem Glauben zurückgefunden habe.
Drei Rufe. Zweimal habe ich nicht hingehört.
Als Teenager war ich ab und zu in der Kirche. Auch später, im Studium in Deutschland, bin ich machmal hingegangen.
Aber wirklich gelebt habe ich meinen Glauben nicht.
Und ich wusste wenig darüber.
Es war kein großer Schritt. Es kam leise, peu à peu.
Ich habe mich immer für Psychologie interessiert. Vor mehr als zehn Jahren habe ich eine ganzheitliche Coaching-Ausbildung gemacht. Dort ging es auch um Spiritualität. Aber nicht um Gott. Sondern um Energien, Engel, Botschaften.
Ich erinnere mich noch an eine Frage, die ich damals gestellt habe:
„Wo spielt da der Heilige Geist eine Rolle?”
Ich habe damals keine Antwort darauf bekommen.
Und trotzdem weitergemacht.
Es folgte vieles. NLP. Schweige-Retreats. Non-Dualität. Access Bars. Eine Ausbildung zum Medium. Channeln. Manifestieren. Orakelkarten. Yoga und Meditation.
Ich habe viel gelesen, zum Beispiel über Reinkarnation und frühere Leben.
Und ich habe mir einiges machen lassen: mir wahrsagen lassen, meine Aura lesen lassen, mein Horoskop deuten lassen, Feng Shui.
Und noch einiges mehr.
Ich habe viel über mich gelernt. Manches hat mir auch geholfen. Das will ich ehrlich sagen.
Aber da war immer dieses Gefühl: Da fehlt noch was.
Nach jedem Kurs ein Hoch. Und nach ein paar Tagen kam das nächste Thema. Mal ein altes, mal ein neues.
Es war wie bei einer Zwiebel: Ich schälte eine Schicht ab, und darunter kam schon die nächste.
Es gab auch Momente der Ruhe. Momente, in denen ich dachte: Jetzt habe ich es geknackt. Aber diese Ruhe hielt nicht. Sie war trügerisch.
Immer mehr lernen, immer weiter suchen. Nie fertig. Nie angekommen.
Es hat mich unruhig gemacht. Und es hat viel Geld gekostet.
Eine Ordensschwester, die ich sehr mochte, erzählte mir von Familienferien in ihrem Kloster im Schwarzwald. Ich hatte immer eine Sehnsucht nach etwas Spirituellem. Also bin ich mit meinen Kindern hingefahren.
Es war schwer für mich. Ich kam aus der einen Welt und landete in der anderen.
Eine Schwester, die in Indien gewesen war, sprach über Gut und Böse. Über Geister, die nicht von Gott sind.
Ich dachte: Wo bin ich hier gelandet? Das ist eine Sekte.
Heute weiß ich: Dort habe ich zum ersten Mal gehört, dass es das Böse wirklich gibt.
Ich wollte es nur noch nicht hören.
Vor etwa fünf Jahren stieß ich auf YouTube auf Berichte. Menschen, die im Yoga, im Kundalini, im New Age waren, erzählten von schlimmen Erfahrungen.
Es hat mir Angst gemacht. Ich habe Bücher, Engelkarten und Arbeitsbücher weggeworfen.
Aber es hat nicht gehalten.
Ich habe es vergessen. Und bin noch tiefer hinein.
Anfang dieses Jahres wollte mich eine Bekannte für einen Online-Kongress interviewen. Vorher hatte sie geschrieben: Sie habe Jesus gefunden und lasse die Energiearbeit hinter sich.
Mich hat das nicht gestört. Ich war neugierig.
Vor dem Interview fragte ich: „Erzähl mal.”
Und sie erzählte. Es fühlte sich wahr an.
Da habe ich etwas gespürt, das ich lange nicht gespürt hatte: Ehrfurcht.
Es war, als würde ein Schleier fallen.
Ich habe wieder aussortiert. Und gemerkt, wie viel es inzwischen war. Viel mehr als beim ersten Mal.
Wegwerfen allein reicht nicht. Das hatte ich ja schon erlebt.
Diesmal kam etwas dazu. Ich habe gelesen, gelernt, Fragen gestellt. Ich habe eine Gemeinschaft gefunden und einen Priester, der mich begleitet. Und ich bin zu den Sakramenten zurückgekehrt.
Am schwersten war die Beichte. Meine letzte lag acht Jahre zurück.
Auf dem Jakobsweg in Spanien habe ich mich getraut. Bei einem Priester, den ich nie wiedersehen würde.
Es war eine riesige Überwindung.
Und eine riesige Befreiung.
Seitdem bete ich jeden Tag den Rosenkranz. Ich versuche, mehrmals in der Woche in den Gottesdienst zu gehen, um die Eucharistie zu empfangen, und in die Anbetung. Im Sommer war ich in Medjugorje, einem Pilgerort, und habe dort Maria neu kennengelernt.
Und ich versuche, so gut es geht, in der Gnade Gottes zu leben. Und die Türen geschlossen zu halten, die ich früher weit offen hatte für alles, was nicht von Gott kommt.
Auch heute läuft nicht alles glatt.
Aber da ist ein Frieden, der nicht nach ein paar Tagen verfliegt.
Er kommt von Gott, und er bleibt.
Und ich bin nicht mehr allein damit.
Ich fühle mich getragen und geliebt. Das ist es, was ich all die Jahre gesucht habe.
Und ich bin noch lange nicht fertig. Umkehr ist kein Moment. Sie ist ein Weg.
Deshalb heißt diese Seite: Auf dem Weg.
Vielleicht erkennst du dich in meiner Geschichte wieder.
Vielleicht denkst du auch: Katholisch und Energiearbeit, das passt doch zusammen.
Das habe ich lange auch nicht hinterfragt.
Ich habe aufgeschrieben, was ich herausgefunden habe.
👉 Hol dir die Antwort: Passt das zusammen?
